Das Zauberwort der Adventszeit: Dankbarkeit
„Ich hab ein Zauberwort entdeckt!“ Mit diesen Worten stürmte Lara ins Kinderzimmer, wo ihr Bruder Lars missmutig in einer Ecke saß. „Was soll das schon sein? Es ist doch eh alles nur noch blöd. In der Mathearbeit habe ich eine Fünf bekommen, beim Fußball lassen sie mich nicht mitspielen, weil ich angeblich nicht gut genug bin, und jetzt darf ich auch nicht mal mehr am Computer spielen.“
Bevor Lars Luft holen konnte, um seine lange Liste von doofen Sachen weiter aufzuzählen, fiel Lara ihm ins Wort: „Oh doch, es gibt ein Zauberwort, das alles anders macht. Es heißt 'Danke!' Oma hat es mir erzählt. Ich habe es ausprobiert und überlegt, wofür ich alles dankbar sein kann. Zuerst ist mir nicht viel eingefallen, aber dann immer mehr. Ich bin dankbar dafür, dass die Sonne scheint, dass das Frühstück heute Morgen so lecker war, dass ich in die Schule gehen darf …“ Lara war richtig in Fahrt. „Überlege doch auch mal, wofür du dankbar bist. Auf einmal siehst du alles mit neuen Augen, und sogar das Blöde ist auf einmal weniger blöd.“
„Wenn du das so siehst ... Also gut. Ich finde es gut, dass Sven mir sein Skateboard geliehen hat, dass Bello sich immer so freut, wenn ich nach Hause komme, und auch, dass ich mein Fahrrad allein reparieren konnte … und außerdem …“ Bevor Lars weiterreden konnte, hatte Lara eine Idee.
„Es ist doch bald Weihnachten. Wie wäre es, wenn wir jeden Tag überlegen, wofür wir an diesem Tag dankbar sein können, und das aufschreiben? Oh ja, wir machen uns einen 'Dank-Adventskalender' mit 24 Dank-Sternen. Dann haben wir bis Weihnachten ganz viele gute Dinge gesammelt, über die wir uns freuen können.“
