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Ökumenischer Arbeitskreis:Ökumenisches Friedensgebet in Fußgängerzone

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Am Samstag, den 11. Juli 2026, versammelten sich ungefähr 60 Mitglieder der verschiedenen christlichen Kirchen zu einem ökumenischen Friedensgebet in der Monheimer Fußgängerzone, unmittelbar vor dem Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche. Aufgerufen dazu hatte die Katholische Kirche, die evangelische Kirche, die Freie evangelische Gemeinde und die Neuapostolische Kirche in Monheim.

 

Begonnen hatte  alles schon eine Dreiviertelstunde vorher. Ab 10.15 Uhr probte ein ökumenischer Chor im Kirchensaal die Motette „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Gemeindechor der neuapostolischen Kirche hatte das Lied im Vorfeld bereits geübt und wurde nun von Sängerinnen und Sänger aus den übrigen Gemeinden verstärkt.

 

Die eigentliche Andacht wurde mit Musik gestartet: im Kanon zu drei Stimmen wurde das bekannte Lied „Dona nobis pacem“ gesungen. Anschließend begrüßte Stefan Vis, seit November 2025 Gemeindevorsteher in Monheim, die Anwesenden und betonte, dass es ein gutes Zeichen sei, wenn Kirche sich mit einer Outdoor-Andacht gegenüber der Stadt und ihren Menschen öffnete.

Pfarrer Malte Würzbach von der evangelischen Kirche sprach daraufhin ein Eingangsgebet und stimmte mit schönen Worten die Versammlung auf die Gegenwart Gottes ein.

 

Nach dem Kanon „Gottes Wort ist wie ein Licht in der Nacht“ las Pfarrvikar Martin Wierling von der Katholischen Kirche ein Gotteslob aus den Psalmen „Halleluja! Lobet den Namen des Herrn“ (Psalm 135), in dem auch der Glaube an die Allmacht Gottes prägnant zum Ausdruck kam: „Ja, ich weiß, dass der Herr groß ist (…) Alles, was der Herr will, das tut er, im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen;“

 

In der Hauptansprache beantwortete Dr. Steffen Rüße von der freievangelischen Kirche die Frage, warum es überhaupt nötig sei, sich für den Frieden in der Welt einzusetzen. Unter anderem zitierte er einen Songtext des britischen Künstlers Sting, der zum Ausdruck brachte, dass auch „Russen ihre Kinder lieben“. Diese Aussage wurde in Bezug gestellt zu dem Faktum, dass junge russische Soldaten durchschnittlich eine nur eine zehn-bis-zwanzigtägige Ausbildung erhielten und im Gefecht statistisch gesehen nur 25 Minuten zu leben hätten. Dies verstärke unsere Ohnmacht gegenüber den Kriegshandlungen. Unsere einzige mögliche Antwort sei, uns im Gebet an unseren allmächtigen Gott zu wenden.

 

Im Anschluss daran erklang das zuvor geprobte „Verleih uns Frieden gnädiglich“, sehr anhörbar vorgetragen von dem kurz zuvor gebildeten ökumenischen Chor, gekonnt begleitet von Stephanie Schmiech am E-Piano und sicher geleitet von Dirigent André Vollbach.

 

Nachdem Pfarrer Wierling ein Fürbittengebet gesprochen hatte, wurde die Friedensandacht mit einem gemeinsam gesprochenen Vaterunser, einem Segen, dem Lied „We shall overcome“ und einer Straßenmalaktion, an der sich alle Teilnehmer beteiligen konnten, beendet.

 

Im Anschluss an die Aktion ergaben sich bei bestem Sommerwetter noch schöne Gespräche bei Kaffee, Kaltgetränken und Plätzchen, sodass die positive und herzliche Atmosphäre der Andacht noch fortgesetzt und Kontakte zwischen den Konfessionen gepflegt werden konnten. Besonders schön war, das auch aus den Nachbarstädten Leichlingen, Solingen, Lünen, Langenfeld, Ratingen und Düsseldorf Christen an der Versammlung teilnahmen. Auch einzelne Passanten blieben stehen und gesellten sich zu der Friedensaktion.

 

Das nächste ökumenische Friedensgebet in Monheim wird am Samstag, den 10. Oktober, um 11 Uhr im EKI-Haus, Friedenauer Straße 17, bei der Freien evangelischen Kirche stattfinden. Teilnehmer sind herzlich willkommen.